Nach meiner Abnahme von 40 Kilo weiß ich, wie verwirrend das Thema am Anfang sein kann. Deshalb findest du hier die wichtigsten Punkte kurz und einfach zusammengefasst, damit du sofort verstehst, worauf es wirklich ankommt.
Dein Körper braucht jeden Tag Energie. Diese Energie bekommt er aus der Nahrung, die wir zu uns nehmen. Isst du weniger, als dein Körper verbraucht, nimmst du ab. Isst du mehr, nimmst du zu.
Aufpassen solltest du aber, wenn du viel zu wenig isst. Dann besteht die Möglichkeit, dass du nicht nur Fett verlierst, sondern auch Muskeln. Genau das willst du möglichst vermeiden.
Eiweiß, also Protein, hilft dir beim Abnehmen mehr, als du vielleicht vermutest. Es macht länger satt als viele andere Nährstoffe und schützt außerdem deine Muskeln.
Ein guter Richtwert sind etwa 1,6 bis 2,2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag.
Gute Quellen sind zum Beispiel Magerquark, Hähnchenbrustfilet, Thunfisch, Soja und Tofu. Wenn du bei jeder Mahlzeit eine proteinreiche Zutat einbaust, fällt dir das Abnehmen oft deutlich leichter.
Wenn du nur weniger isst, verlierst du oft nicht nur Fett, sondern auch wertvolle Muskeln. Krafttraining ist wichtig, weil du deinem Körper damit das Signal gibst: „Ey, ich brauche diese Muskeln.“
Denn dein Körper versucht Energie zu sparen. Wenn du deine Muskeln nicht nutzt, spart er genau an dieser Stelle.
Muskeln verbrauchen außerdem auch dann Energie, wenn du dich gerade nicht bewegst. Es reicht schon, zwei- bis dreimal pro Woche mit Gewichten oder dem eigenen Körpergewicht zu trainieren.
Sport ist gut, aber die Bewegung im ganz normalen Alltag zählt oft noch mehr. Treppen steigen statt Aufzug fahren, öfter zu Fuß gehen oder zwischendurch aufstehen. Das sind alles Dinge, die zusätzliche Energie verbrennen und sich leicht in deinen Alltag integrieren lassen.
Der Unterschied zwischen einem Menschen, der sich viel bewegt, und einem Menschen, der viel sitzt, kann mehrere hundert Kalorien am Tag ausmachen. Das ist oft mehr, als eine einzelne Sporteinheit verbrennt.
Dein Gewicht kann von Tag zu Tag schwanken. Zum Beispiel durch: Salz, Kohlenhydrate, Stress oder schlechten Schlaf. Dadurch solltest du dich aber nicht beunruhigen lassen, das ist völlig normal.
Deshalb ist es besser, dich täglich zu wiegen und daraus den Durchschnitt der Woche zu berechnen. Erst wenn sich dieser Wochendurchschnitt zwei bis drei Wochen lang gar nicht mehr bewegt, solltest du etwas ändern. Durch einen Tag, der mal nicht wie geplant lief, machst du also nicht deinen kompletten Fortschritt kaputt.
Hunger kommt nicht nur von einem leeren Magen. Auch Botenstoffe in deinem Körper spielen dabei eine große Rolle.
Gemüse und Eiweiß helfen dir dabei, schneller und länger satt zu bleiben. Daher solltest du davon immer etwas mit einplanen.
Langsames Essen hilft ebenfalls, weil dein Körper etwas Zeit braucht, um „Ich bin satt“ ans Gehirn zu melden. Plane ruhig 15 bis 20 Minuten pro Mahlzeit ein.
Aber: Hunger komplett zu unterdrücken ist nicht das Ziel. Es geht eher darum, ihn klug zu steuern.
Auch Schlaf, Stress und Hormone können beeinflussen, wie leicht dir das Abnehmen fällt. Das Gute: Oft reicht schon etwas Fettverlust und regelmäßige Bewegung, um deine allgemeine Gesundheit deutlich zu verbessern.
Wenn du dich dauerhaft erschöpft oder ungewöhnlich müde fühlst, kann ein Arztbesuch mit Bluttest sinnvoll sein, um deine Werte prüfen zu lassen.
Emotionales Essen bedeutet, dass du isst, obwohl dein Körper eigentlich keine Energie braucht, sondern weil du gerade ein Gefühl loswerden willst. Das kann Stress sein, Traurigkeit, Langeweile, Wut oder einfach nur eine innere Unruhe, die du gar nicht richtig einordnen kannst. Fast jeder Mensch kennt das, und es ist kein Zeichen von Schwäche.
Wenn du gestresst oder überfordert bist, sucht dein Körper nach einer schnellen Erleichterung. Lebensmittel mit viel Zucker, Fett und Salz wirken dabei besonders stark, weil sie intensiv schmecken und dich in diesem Moment beruhigen.
Emotionales Essen läuft meistens nach dem gleichen Muster ab. Am Anfang steht ein Auslöser wie Stress, ein Streit oder Langeweile. Danach kommt der Drang, etwas zu essen, und zwar meistens etwas Ungesundes. Für einen kurzen Moment fühlt sich das besser an, doch danach kommen oft Schuldgefühle. Genau dieses Gefühl löst wieder neuen Stress aus, und der ganze Kreislauf beginnt von vorne.
Der erste Schritt ist dich zu fragen, ob du gerade wirklich Hunger hast oder gerade nur ein Gefühl beruhigen willst. Wenn du merkst, dass es um ein Gefühl geht, hilft es oft schon dich für ein paar Minuten mit etwas anderem zu beschäftigen. An die frische Luft zu gehen, zu duschen, jemanden anzurufen oder Musik zu hören können dabei helfen. Es geht darum, aus dem Moment und aus dem Gedanken herauszukommen.
Es ist wichtig, dass du nicht zu streng mit dir wirst, denn je mehr du dir an „ungesundem“ verbietest, desto stärker wird meistens der Drang nach genau diesen Lebensmitteln. Zum anderen lohnt es sich, deine Umgebung bewusst zu gestalten. Du musst Chips, Schokolade oder Eis nicht für immer aus deinem Leben verbannen, aber wenn du weißt, dass du abends bei Stress zur Süßigkeitenschublade gehst, dann muss diese nicht bis oben gefüllt sein. Stattdessen kannst du dafür sorgen, gesündere Alternativen zu Hause griffbereit zu haben. Wie zum Beispiel Skyr mit Beeren, Proteinpudding oder etwas frisches Obst.
Abnehmen ist kein einzelner Trick, sondern die Summe aus mehreren einfachen Dingen: etwas weniger essen, genug Eiweiß, ein bisschen Bewegung, guter Schlaf und Geduld.
Du musst nicht alles auf einmal perfekt machen. Fang mit ein oder zwei Punkten an und optimiere nach eigenem Ermessen Schritt für Schritt weiter.